
Wer heute in den Regalen der Modeschöpfer stöbert, findet mit Sicherheit ein Kleidungsstück, das seinen eigentlichen Höhepunkt in einem früheren Jahrzehnt hatte. Man sollte also jetzt schon anfangen, seine Klamotten sorgfältig aufzubewahren, weil sie früher oder später einmal „retro“ werden.
Der Kleidungsstil wurde seit den 50er Jahren immer wieder von den politischen Begebenheiten und vor allem der daraus entstandenen Musik geprägt. Aus diesem Grund konnte durch Musik und Mode eine gewisse Gruppenzugehörigkeit ausgedrückt werden. Die Fifties verbindet wohl jeder mit Rock’n’Roll und der männlichen Stilikone Elvis Presley. Keiner konnte sich dem Trend der Elvis- Tolle entziehen und trug enganliegende Jeans und eine Lederjacke wie James Dean. Die Damenwelt setzte eher auf Caprihosen und breite Gürtel.

Als das nächste Jahrzehnt anklopfte, wurden neue musikalische Idole geboren. The Beatles und The Rolling Stones konnten konträrer nicht sein. Trotzdem setzten sich beide unverkennbare Looks durch. Auf den Straßen sah man entweder nur noch Pilzköpfe oder rockige Outfits mit Jeanswesten à la Mick Jagger.
In den 70ern verbreitete sich die Friedensrevolte, die modisch aus langen Kleidern und Blumen in den Haaren bestand. Die Flower- Power- Zeit war geboren. Die Gegenbewegung hierzu war der Glam- Rock, der sich dank David Bowie durch starkes Make-Up und Glitzeroutfits ausgezeichnet hat.
Die nächste Dekade war eindeutig eine Madonna- Epoche. Jeder wollte so sein und aussehen wie Madonna, Hauptsache auffallen und immer wandelbar. Bunte Spandex- Leggings und Schulterpolsterblazer galten damals nicht als Mode Fauxpas. Als passende Anti- Mode dazu wurde der Punk gekürt. Ich erinnere mich noch daran, dass meine Schwester mit einer bunten Irokesen- Frisur, zerschnittenen Jeans und Nietenarmbändern nachhause kam und meine Familie damit provozieren wollte. Es war schlichtweg die Zeit der Provokation und Neuorientierung.
Kurt Cobain trug durch seine Band Nirvana dazu bei, dass weite Karohemden zum Verkaufsschlager wurden. Die 90er hatten aber noch viel mehr in Petto: der Techno mit seinen ekstatischen Raves feierte ein ganzes Wochenende in grellen Neonfarben die Loveparade, melancholische Töne wurden vom Synthi- Pop angeschlagen und als Gegensatz machte sich zusätzlich der Hip- Hop einen Namen.
Heute spiegelt sich ein bunter Mix aus all diesen Ären in den Kleiderschränken wieder. So wie die heutigen Musik Charts, wird auch die Mode immer individueller.
Fotos via flickr.com, weheartit.com






Bei den Stars und Sternchen ist das Filmfest ein wenig der heimliche Favorit, was nicht zuletzt an der familiären Atmosphäre und dem Hauch an Dolce Vita liegt.Von heute (31.August) bis zum 10.September erleuchtet Venedig in einem besonderen Licht, was viele Berühmtheiten anlockt.


